Montag, 7. Januar 2019
MeToo ist nicht überall
Also, dann sprechen wir mal über den Film. Allerdings nur über den deutschen Indiefilm, nicht Arthouse, sondern Horror und solche Sachen. Sagen wir so: Am Set von Universe, noch so ein SF-Horrorteil, habe ich Jenny Wu kennengelernt und angemacht. Jenny Who? Das ist die Asiatin aus Transformers vier und Dragon Blade mit Jacky Chan. Ich wusste nicht, wer sie ist, ehrlich nicht, wahrscheinlich habe ich es deswegen gewagt. Aber die Chinesin, die eigentlich aus Australien kommt, ist schon mit jemandem zusammen, also keine Chance für einen germanischen Drehbüchler. Jenny ist eine so intelligente Frau (wichtiger als Aussehen) und sieht unglaublich gut aus. Was für eine Frau, muss man einfach sagen. Und ich habe sie angemacht und sie ist nicht auf den Tisch gesprungen und hat nicht MeToo geschrien. Natürlich habe ich auch nicht Dirndel gesagt und sie auch nicht angefasst, aber das versteht sich von selbst.
Und dann, ja es geht noch weiter, habe ich Joanna Castelli in Gegenwart ihres Freundes gesagt, wie hübsch sie ist, und man muss sagen, ihrer Laune hat das gut getan. Joanna ist die Frontfrau von Letters from eden. Und ihr Freund hat gelächelt, als ich es sagte, also alles kein Grund zur Aufregung. Und dann bin ich in denselben zwei Wochen am Set von einem schwulen Techniker angebaggert worden. Er hat mir etwas Bestimmtes zu verstehen gegeben, aber ich habe ihm in Erwiderung zu verstehen gegeben, dass ich nicht schwul bin. Und ich bin nicht unbootsmäßig behandelt worden von ihm oder etwas in der Art, also auch kein Grund, auf den Tisch zu springen und MenToo zu schreien. Alles in Ordnung und MeToo ist nicht überall, wie man sieht.
Und nun bin ich natürlich gespannt, was passiert, wenn wir uns alle wiedersehen. Denn demnächst sind wir sechs Wochen am Set zusammen, das wird sicher spannend. Ich kanns kaum erwarten. 😊

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