Donnerstag, 10. Januar 2019
Papagei
Okay, hier ist mal was zum Wundern. Eine junge Frau in Kentucky, USA, hat eine Klage gegen ihren Ex-Roommate eingereicht und ihn auf nicht 0.5, nicht auf 1, sondern 1.2 Millionen Dollar verklagt. Ach du meine Scheiße, was hat er ihr angetan? Hat er ihr Leben zerstört, sie etwa vergewaltigt oder ihre Oma erschossen? Nein, nicht ganz. Er hat ihrem Haustier, einem Papagei, angeblich sexualisierte Sätze beigebracht. Zeig mir deine Titten, oder: Steck mich in deine Muschi. Solche Sätze eben.
Es war schrecklich, sagt die junge Frau, denn sie lebte drei Jahre mit ihrem Papagei zusammen und fühlte sich die ganze Zeit über sexuell belästigt, denn ihr gefiederter Lebensgefährte hat den ganzen Tag diese schrecklichen Dinge gesagt. Drei Jahre lang musste sie das ertragen, mit dem Ergebnis, dass sie eine Depression erlitt, ihr Studium aufgeben musste und alkoholkrank wurde. Es war sogar so schlimm, fügt sie hinzu, dass es nicht mehr ging, und sie keine andere Wahl hatte, als ihren Lebensgefährten einzuschläfern. Also das kluge Tier, einen Freund hat sie nicht. Und nun endlich, nach diesem dreijährigen Martyrium, tritt sie mutig aus dem Dunkel in die Öffentlichkeit und wehrt sich gegen das Unrecht.
Was allerdings nicht ganz günstig scheint, wenn es darum geht, endlich Gerechtigkeit zu erlangen, ist der Umstand, dass ihr einziger Zeuge eingeschläfert wurde und es zudem keine menschlichen Zeugen gibt und ebenso keine Tonaufnahmen von dem Papagei existieren, der ihr angeblich in den Ar*** vögeln wollte. Und so wird dann zu sehen sein, wie sich die Sache vor Gericht entwickelt, wenn die Anhörung demnächst beginnt. Ich bin mal gespannt, ob der Richter einen Vogel hat und entscheidet, dass… ihr wisst schon. Mal sehen, wie es sich entwickelt.

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