Donnerstag, 17. Januar 2019
Mobbing, du mich auch!
Wenn es irgendetwas gibt, worauf sich Mobber immer verlassen können, dann ist es eine Sache. Nein, nicht etwa der Umstand, dass sie Murmeln in der Birne haben oder stinken, nein nein. Oder dass sie nur ihre Unsicherheit überdecken oder von ihren eigenen Fehlern ablenken wollen. Oder sie sich schwach fühlen und diese Schwäche innerlich nicht ertragen können und deswegen jemanden kleintreten müssen, um sich groß zu fühlen. Nein, worauf sie sich immer verlassen können, ist der Umstand, dass du dich nicht wehren wirst. Denn entweder du wehrst dich nicht, weil du dich eben nicht wehrst, oder du wehrst dich und es wird alles nur noch schlimmer.
Mir ist das früher auch passiert. In meiner Klasse gab es jemanden, der mich gemobbt hat und der mir übermächtig vorkam. Übermächtig, unverletzbar und stark. Und das war auch genau sein Selbstbild, denn er hielt sich für genau das, mächtig, unverletzlich und stark.
Aber was sein Selbstbild anging, irrte er sich gewaltig. Denn du bist nicht, was du bist, wenn du in der Sicherheit der Teenagerwelt auf jemandem rumhackst, du bist das, was du bist, wenn jemand deinen Eltern davon erzählt, dass du auf jemandem herumhackst.
Bei mir war der Leidensdruck, verursacht durch das Mobbing, bald so groß, dass er sich in einen Leidensruck verwandelt hat. Und anstatt mir das auf alle Ewigkeit gefallen zu lassen, habe ich eines Tages etwas vollkommen Undenkbares getan und bin zu seinen Eltern gegangen.
Ich erinnere mich noch ganz genau, wie der übermächtige Junge, der mir das Leben zur Hölle gemacht hat, im Wohnzimmer saß und mir dabei zuhörte, wie ich in einer vernünftigen und erwachsenen Weise mit seinen Eltern darüber gesprochen habe, wie er mich behandelt hat. Er war stolze 16 Jahre alt und ich kam zu ihm nach Hause, um mich mit seiner Mama und seinem Papa zu unterhalten und darzustellen, was für ein dummer Junge er auf der Schule war. Und nicht, wie übermächtig er war, sondern wie unerwachsen, und was für ein kleiner Stinker er war. Sachlich und unaufgeregt habe ich alles erklärt, was er so alles auf der Schule macht und wie er sich hinter dem Rücken seiner Eltern aufführt. Und noch nie in seinem Leben hatte er sich so klein gefühlt, wie an diesem Nachmittag im Wohnzimmer seiner Eltern.
Und es hat funktioniert, denn schon ab dem nächsten Tag hat er mich in Ruhe gelassen. Wenn ich mich jetzt daran zurückerinnere, muss ich wirklich sagen, dass es mich einiges an Überwindung gekostet hat, zu seinen Eltern zu gehen, aber es war die Sache wirklich wert. Und im Ergebnis ist es nun so, da Mister Übermächtig und ich sehr viel älter sind, dass nicht ich mich mit einem schlechten Gefühl an die Sache zurückerinnere, sondern er. Und das, obwohl er mich gemobbt hat und nicht umgekehrt.

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Mittwoch, 16. Januar 2019
Cartoonidee
Neo und Rambo stehen vor einer geschlossenen Tür in einer U-Bahn. Beide sehen zum Kampf bereit aus. Rambo hält ein schweres Maschinengewehr in den Händen, während Neo eine Pistole mit jeder Hand hält. Auf der anderen Seite der Tür stehen sehr viele Leute und ein paar von ihnen viel zu nahe vor der Tür.
Rambo: Umzingeln geht wohl nicht.
Neo: Ich hasse die Zwischenwelt.

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Dienstag, 15. Januar 2019
Cartoonidee
Zwei Eltern stehen in der Tür zum Kinderzimmer. Ihr erstaunter Blick geht auf ein Zimmer, das ein einziges Chaos ist, während ihr kleiner Sohn vor ihnen steht und sie unschuldig anschaut.
Junge: Imagine Dragons.

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